Onkyo TA 2820

Das Onkyo TA 2820 ist ein typisches Kassettendeck aus dem Anfang der 1990er Jahre. Dieses Exemplar hier wurde im Jahr 1991 hergestellt (laut Aufdruck auf einem Aufkleber auf einem der beiden Antriebsmotore). Das Laufwerk ist elektronisch gesteuert, der Antrieb erfolgt über zwei Motoren. Einer davon ist für den Antrieb des Bandtransportes (Capstan und Schwungrad) zuständig, der andere für den Antrieb der Bandspulen bei Aufnahme und Wiedergabe sowie beim Umspulen des Bandes. Ausstattungstechnisch weist das Gerät keine Besonderheiten auf. Eine Rauschunterdrückung ist vorhanden (Dolby B und C), ebenso ein elektronisches Zählwerk sowie ein Multifunktionsdisplay anstelle der sonst bei vielen dieser Geräte üblichen LED-Anzeigen oder Zeigerinstrumente zur Anzeige der Aufnahmeaussteuerung.

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Im Inneren des Kassettengerätes wirkt es sehr aufgeräumt. Die Hauptplatine beinhaltet die Aufnahme- und Wiedergabeverstärker sowie einen Teil der Ansteuerung des Laufwerks und natürlich die elektronische Anzeige für die Aufnahmepegel, das elektronische Bandzählwerk sowie einige weitere Funktionen. Auch die Netzteilelektronik befindet sich auf der Hauptplatine. Links zu sehen ist der Netztransformatoren, eine weitere Platine befindet sich an der Frontplatte des Gerätes, ebenso das hier angeschraubte Laufwerk.

Sind wie bei diesem Onkyo TA 2820 Arbeiten am Kassettenlaufwerk notwendig, empfiehlt sich der Ausbau des Kassettenlaufwerks, der relativ schnell und einfach nach dem Lösen von vier Schrauben erfolgen kann. Nach dem Ausbau sind alle Teile des Laufwerks sehr gut zugänglich, außerdem kann eine Reinigung der Bandführungen und Köpfe wesentlich besser und gründlicher durchgeführt werden.

Dieses Kassettendeck wies einen leichten Defekt auf. Der Elektromagnet zur Ansteuerung der Aufnahme- und Wiedergabefunktion (im Bild oben links zu sehen) hing fest. Das Kassettenlaufwerk ließ sich daher nur auf die Funktion zum Umspulen des Bandes einstellen. Aufnahme und Wiedergabe funktionierten nicht. Nachdem der Elektromagnet ausgebaut und gangbar gemacht wurde, funktionierte es aber wieder. Der Antriebsriemen wurde nach ca. 30 Jahren sicherheitshalber ausgewechselt. Außerdem wurden noch die Bandführungen gereinigt und das Laufwerk mit neuen Schmiermitteln versehen. Nun sollte es im Idealfall wieder einige Jahre (oder Jahrzehnte) spielen.

Das Onkyo TA 2820 wurde bei dieser Gelegenheit gleich gründlich gesäubert (innen und außen) und dazu mehr oder weniger komplett zerlegt. Das Bild oben zeigt das Gerät bei dieser Reinigung bzw. im zerlegten Zustand.

Hier ist das Kassettenlaufwerk nach dem Einbau in die Frontplatte zu sehen. Aus- und Einbau sind relativ schnell und einfach erfolgt. Dies ist besonders dann praktisch, wenn das Laufwerk wie in diesem Fall einen Funktionsfehler aufweist und für die Reparatur aus dem Gehäuse des Kassettengerätes ausgebaut werden muss.

Wichtig: Um das Kassettenlaufwerk ausbauen zu können, muss vorher der Kassettenfachdeckel geöffnet werden. Dieser ist übrigens mit einer Abdeckung versehen, die nach dem Öffnen des Kassettenfaches vorsichtig nach oben abgezogen werden kann, und das auch bei zusammengebautem Kassettengerät. Nach dem Abnehmen dieser Abdeckung ist es zum Beispiel möglich, die Bandführungen und Köpfe auch bei nicht zerlegtem Kassetten Gerät zu reinigen oder Einstellungen am Tonkopf vorzunehmen. Die Abbildung zeigt das Gerät während eines Probelaufs mit einer eingelegten Musikkassette.

Das Display zeigt neben dem Zählwerk und der aktuellen Betriebsfunktion auch den Aufnahme- und Wiedergabepegel an. Auch eine Wiederholfunktion besitzt das Gerät. Eine entsprechende Funktionsanzeige ist ebenfalls im Multifunktionsdisplay des Gerätes integriert. Die Vormagnetisierung des Bandes lässt sich übrigens ebenfalls an das aktuell verwendete Bandmaterial bzw. die Kassettensorte anpassen. Diese Einstellung erfolgt über den BIAS-Fine-Regler. Die Tonqualität ist nach der Reinigung der Köpfe wieder ordentlich. Allerdings sollte auch vernünftiges Bandmaterial verwendet werden. Leider ist es heute sehr schwer geworden, an Kassetten heranzukommen. Die sind schon längst nicht mehr überall im Handel erhältlich, sondern müssen in der Regel über das Internet bestellt werden.

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